Die häufigsten Fragen

Das Thema Pflege ist sehr komplex. Immer wieder werden unsere Kunden und deren Angehörige mit neuen Fragen konfrontiert. Auf dieser Seite haben wir Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt.

Mit welchen Kassen kann der Pflegedienst Uhlenbrock-Görz abrechnen?

Wir sind Vertragspartner aller Kranken- und Pflegekassen. 

Was kostet Pflege?

Viele unserer Leistungen werden bei Vorliegen einer Pflegestufe durch die Pflegeversicherung bezuschusst. Die aktuelle Preisliste für unsere Pflegeversicherungs-, Betreuungs- und Komfort-Leistungen finden Sie auf der Seite Preise.

Pflegestufen – was genau verbirgt sich dahinter?

Hier finden Sie Erläuterung zu den Pflegestufen.

 

Pflegestufe I: Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Diese liegt vor, wenn mindestens einmal täglich Hilfebedarf bei mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) erforderlich ist. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der Zeitaufwand pro Tag muss mindestens 90 Minuten betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen müssen.  

 

Pflegestufe II: Schwerpflegebedürftigkeit

Diese liegt vor, wenn mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten ein Hilfebedarf bei der Grundpflege erforderlich ist. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden. Der Zeitaufwand pro Tag muss mindestens drei Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen müssen.

 

Pflegestufe III: Schwerstpflegebedürftigkeit

Diese liegt vor,wenn der Hilfebedarf bei der Grundpflege (s.o.) rund um die Uhr, auch nachts anfällt. Zusätzlich muss die pflegebedürftige Person mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Der Zeitaufwand pro Tag muss mindestens fünf Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege (s.o.) mindestens vier Stunden entfallen müssen.

 

Pflegestufe III + Härtefall: Schwerstpflegebedürftigkeit

Bei der Schwerstpflegebedürftigkeit müssen täglich durchschnittlich mindestens fünf Stunden Hilfe benötigt werden, davon mindestens vier Stunden für die Grundpflege. Der Hilfebedarf muss jederzeit, auch nachts erforderlich sein.

 

Härtefall

Die Härtefallregelung kann in Anspruch genommen werden, wenn die Voraussetzungen für die Pflegestufe 3 erfüllt ist, die geleistete Pflege diese aber deutlich übersteigt: Wenn nachts zwei Pflegepersonen zur Versorgung benötigt werden oder die Versorgung durchschnittlich mindestens 7 Stunden pro Tag erfolgt, wovon mindestens 2 Stunden in die Nacht fallen müssen.

Härtefall: 1.918,00 Euro als Sachleistung

Wann bekomme ich Pflegegeld?

Sie erhalten Pflegegeld, wenn Sie in gegeigneter Form selbst Ihre pflegerische Versorgung durch beispielsweise einen Angehörigen oder eine Nachbar sicherstellen.

 

Pflegegeld monatlich:  

Pflegestufe 1:244 €
Pflegestufe 2:458 €
Pflegestufe 3:728 €

  

Pflegegeld monatlich bei Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf ( z.B Demenz): 

Pflegestufe 0:123 €
Pflegestufe 1:316 €
Pflegestufe 2:545 €
Pflegestufe 3:727 €

Wer darf die Pflegesachleistung erbringen?

Die Pflegesachleistung darf nur von zugelassenen Pflegediensten erbracht werden. Diese rechnen direkt mit Ihrer Pflegekasse ab.

 

Pflegesachleistung monatlich: 

 

Pflegestufe 1:468 €
Pflegestufe 2:1.144 €
Pflegestufe 3:1.612 €

 

 

Pflegesachleistung monatlich bei Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf: 

Pflegestufe 0:231 €
Pflegestufe 1:689 €
Pflegestufe 2:1.298 €
Pflegestufe 3:1.612 €

Kombinationsleistung

Nehmen Sie den monatlichen Höchstbetrag nur teilweise in Anspruch, erhalten sie entsprechend Ihrer Pflegestufe ein anteiliges Pflegegeld.

Ich möchte mich beraten lassen. Was muss ich tun?

Bei uns erhalten Sie im Vorfeld eine kompetente, unbürokratische Beratung. Rufen Sie uns an: Tel. 02573/979345-6 (Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr und nach Vereinbarung).

Pflegereform 2015 – was verbirgt sich dahinter?

Seit dem 01. Januar 2015 gilt das sogenannte Pflegestärkungsgesetz Teil 1 welches das Pflege-Neuausrichtungsgesetz aus dem Jahre 2013 ablöst. Die wichtigsten Änderungen haben wir hier für Sie kurz zusammen gestellt.

 

  • Erhöhung der Pflegesachleistung und des Pflegegeldes
    Die monatlichen Beträge der Pflegestufe wurden um 4% angehoben und dynamisiert. Die Beträge steigen also zukünftig automatisch an. 
  • Betreuungsleistungen nun für jeden Pflegebedürftigen
    Jeder pflegebedürftige Mensch mit einer Pflegestufe 0 bis 3 erhält fortan monatlich zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von 104 Euro. Menschen mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz (z.B. eine Demenz) erhalten bis zu 208 Euro monatlich. Das Pflegegeld wird hierbei nicht gekürzt!
  • Änderung bei der Verhinderungspflege
    Die Verhinderunspflege erhöht sich auf jährlich 1.612 Euro. Wahlweise können bis zu 50% des Kurzzeitpflegebudgets für die Verhinderungspflege abgerufen werden. Der jährliche Gesamtbetrag für Verhinderungspflege erhöht sich damit auf 2.427 Euro.
  • Erhöhung der monatlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen
    Es können nun bis zu 40% der monatlichen Pflegestufe als Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch genommen werden. Das ermöglicht es, individuellen Versorgungswünschen gezielter entsprechen zu können.
  • Pflegedienst und Tagespflege verfügen nun über eigene Budgets
    Der pflegebedürftige Mensch erhält nun zwei separate Budgets für die Tagespflege und den Pflegedienst in Höhe der jeweiligen Pflegesachleistung der Pflegestufe. Bei Pflegestufe 2 können somit 1.144 Euro monatlich für den Pflegedienst und die gleiche Summe für die Tagespflege abgerufen werden. Vor allem die Versorgung dementer Menschen wird hierdurch erheblich verbessert.
  • Verbesserte Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen
    Bei der Durchführung von Maßnahmen der Wohnraumanpassung muss zukünftig bis zu einer Höhe von 4.000 Euro kein Eigenanteil mehr dazu gezahlt werden. Einen Anspruch auf Maßnahmen der Wohnungsanpassung haben künftig auch Pflegebedürftige der Pflegestufe 0.
  • Pflegeverbrauchsartikel
    Monatlich können jetzt bis zu 40 Euro für Pflegeverbrauchsartikel geltend gemacht werden. Hierunter zählen z.B. Einmalhandschuhe, Unterlagen für das Bett oder Desinfektionsmittel.
  • Kündigung des Pflegevertrages
    Unverändert bleibt das Recht des Pflegebedürftigen bestehen, jederzeit und ohne Einhaltung einer Frist den Pflegevertrag mit einem ambulanten Pflegedienst zu beenden.